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Die Partnerstadt Inuyama, Japan

Die Loreleystadt St. Goarshausen hat im Jahre 1992 einen Partnerschaftsvertrag mit der Stadt Inuyama, in Japan geschlossen. Inhalt des Vertrages war und ist es immer noch, die Freundschaft und den Kulturaustausch zwischen den beiden Städten weiter zu entwickeln. Die erste Verbindung wurde damals durch einen Loreleystein geschaffen. Beide Städte liegen an Flüssen, die den gleichen Namen haben.

Die erste Vertragsunterzeichnung fand am 01. Juni 1992 in Inuyama statt. Die Gegenzeichnung in St. Goarshausen folgte dann am 20. Juni 1992. Unterzeichner der beiden Verträge waren die damaligen Stadtbürgermeister. Für Inuyama unterzeichnete der Bürgermeister von Inuyama Kunio Matsuyama und für St. Goarshausen Stadtbürgermeister Rolf Daum.

Zwischenzeitlich fanden mehrere gegenseitige Besuche statt. Die Partnerschaft konnte durch Bürgermeister Bernhard Roth (2004 - 2014) und Bürgermeister Yukinori Tanaka - Inuyama wieder verstärkt werden. Seit dieser Zeit steht die Stadt St. Goarshausen in regem Kontakt zu Inuyama. Jährlich findet ein Schüleraustausch statt.

Lage und Bedeutung

Die alte Burgstadt liegt in der Präfektur Aichi, in Mitteljapan am Kisogawa.

Der Kisogawa wird auch als „Japanischer Rhein“ bezeichnet. In Japan wird Inuyama für seine schöne Landschaft sowie für seine zahlreichen historischen bedeutenden Sehenswürdigkeiten geschätzt.

Sehenswürdigkeiten und Ereignisse in Inuyama

Inuyama ist insbesondere berühmt für das Schloss Inuyama, das älteste und eines von vier Schlössern Japans, die als Staatsschatz ausgezeichnet wurden. Es ist das einzige Schloss, das heute noch in Privatbesitz ist. Es wurde 1537, zur Zeit des späten japanischen Mittelalters, erbaut.

Unterhalb des Schlosses ist das Teehaus „Jo-an“ zu besichtigen. Es zählt zu den drei bedeutendsten Teehäusern Japans.
Die Familie Naruse führte im 17. Jahrhundert das  Kormoranfischen ein.

Auch heute noch, über 300 Jahre später, kann man im Sommer, den speziell ausgebildeten Kormoranfischern zusehen, wie sie nach altem Brauch in historischen Kostümen mit Kormoranen an der Leine nachts auf dem Kisogawa Fische fangen.

Anfang April wird in Inuyama jedes Jahr ein großes Frühlingsfest, das Inuyama-Festival  gefeiert. Dreistöckige Festwagen ziehen durch die dann von blühenden Kirschbäumen gesäumten Straßen. Auf den geschmückten Wagen werden kunstvolle Marionetten präsentiert. Wagen und Puppen stammen aus der „Kanei“-Periode (1624-1644).

Im August findet auf dem Kisogawa das „Sommerfest am Rhein“ statt. Höhepunkt ist ein großes Feuerwerk.

In Inuyama gibt es ausserdem 3 bedeutende Parks:

„Meiji-Mura“ ist ein großes Freilichtmuseum in den Bergen von Inuyama. Über 60 Häuser und Gebäude aus der Meiji-Zeit  und ganz Japan sind dort wiederaufgebaut.

„Little World“ ist ebenfalls ein weitläufiges Freilichtmuseum, in dem Häuser und Gebäude aus vielen Ländern der Erde errichtet wurden, wie z.B. ein bayrisches Dorf.
„Monkey Park“ ist ein Vergnügungspark mit einem großen Riesenrad, Achterbahn uvm. Es gehört zum „Japan Monkey Center“, einer weltberühmten Sammlung von Primaten. Über 1000 Affen von über 100 Arten können hier besichtigt werden.

Wissenswertes über Inuyama

Trotz seiner zahlreichen historischen Gebäude und langen Geschichte (deren Urspünge bis in die Kofun-Zeit, 300-700, zurückreichen) ist Inuyama heute eine lebhafte Stadt mit einem modernen Stadtbild und gut ausgebautem Verkehrsnetz. Man erreicht Inuyama mit dem Schnellzug von Nagoya aus in ca. 30 Minuten. Die Region Inuyama-Nagoya wurde 1987 von der japanischen Regierung zum „internationalen Touristen-Modell-Gebiet“ erklärt.

Inuyama bekam 1954 die Stadtrechte und hat heute etwas mehr als 70.000 Einwohner  bei einer Fläche von 75 km. Es ist von Bergen umgeben, die von überall in der Stadt aus sichtbar sind und nicht weit von dort, in der Nachbarpräfektur Gifu, beginnen die sogenannten „Japanischen Alpen“.
Inuyama liegt auf der Pazifikseite Mitteljapans, etwa in der Mitte zwischen Tokyo und Osaka, nahe Nagoya.

Die Winter sind kalt mit relativ geringen Niederschlägen, die Sommer heiß und schwül. Die regenschlagreichste Zeit (Pflaumenregenzeit) ist im Juni/Juli.

Die Japaner lieben den Herbst und Frühling, in denen die Temperaturen gemäßigt und angenehm sind, und auch die Natur sich von seiner schönsten Seite zeigt (Kirschblüten im Frühjahr, gefärbte Blätter im Herbst).

Neben St. Goarshausen als Partnerstadt (seit 1992) pflegt Inuyama Städtepartnerschaften mit der Stadt Xiang Fan in China sowie der japanischen Stadt Tateyama in den japanischen Alpen (Schwesterstadt).

1988 wurde Inuyama als „City of International Friendship“ ausgezeichnet.
Erwähnenswert ist auch das in Inuyama hergestellte Porzellan, dessen Merkmal eine besonders schlichte aber eindrucksvolle Bemalung ist.